Am tag als Wolfgang Borchert starb

Trimis la data: 2015-11-11 Materia: Germana Nivel: Liceu Pagini: 5 Nota: / 10 Downloads: 0
Autor: Stefana_S Dimensiune: 22kb Voturi: Tipul fisierelor: doc Acorda si tu o nota acestui referat: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
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' Die Reise nach Basel ist vielleicht nicht die letzte. Einmal Europa vom Westen nach Osten durchfahren und einmal Europa vom Norden nach Sudern durchfahren. So eine Gunst Und wie! Du Gluckspilz! Der Gedanke uberraschte Wolfgang im Halbschlaf Ironie hatte er immer genug gehabt.
Der Zug schlich durch Stadte und Bahnhofe , wo die Krallenspuren des Kriegs noch erkennbar waren. Er keuchte, zischte, fuhr hartnackig oder machte halt; sinnlos halt.
Es war Herbst. Hier im Soden war noch alles gron. Wiesen, Walder. Ab und zu knorrige Aste drangen durch das offene Fenster der Abteilung. Wahrend der Fahrt machte er oft das Fenster auf und atmete die wohltuende Luft ein.

Hamburg lag fern und neblich. Die Freunde ubten das Theaterstock "DrauSen vor der Tur ". Die Rollen verteilte er selbst. Als Horspiel erlebte es einen Erfolg schon im
Februar. In einigen Tagen schrieb er das Stuck ; die Erlebnisse eines Heimkehrers, der hinkend nach Hause kommt und verblufft ein anderes, widriges Deutschland findet.
Stalingrad lag weit ferner und nebliger ; im Gedachtnis aber frisch, zitternfrisch.

Die Feinde waren tot, der Schnee von einst verschwunden , alles in die Erde verschwun den. Die Trummer , die Schanzen, die weiSen Knochen auf den Feldern, die Ratten, aber zitternfrisch. Ein letzter, kraftiger Feind blieb nah , wie ein Schatten; die Gelbsucht.
Allein konnte er sie nicht in die Erde jagen. Deshalb war er jetzt unterwegs nach Basel.
Dort, erfahrene Arzte wurden ihn retten konnen.
Jung und alt auf einmal! Wunderlich, aber doch!

Krieger und Mrnschenfreund auf einmal! Wunderlich aber doch!
Zum Tode verurteilt und begnadigt auf einmal! Wunderlich aber doch!
Und die Krankheit, die im Kerker ausgebrochene Krankheit, zwang ihn anders zu handeln , als an sein Werk zu denken.
"Die Gelbsucht nimmt die Krafte, macht mude, nagt an der Hoffnung... das Schlimmste...
Ach! Wieder ein Bahnhof!Der Zug hat keine Eile., keine menschliche Aufregung. Er folgt stundenweise einem Fahrplan nach.

Uberall wo ich schaue, sind die Reste des Kriegs noch lebendig... wie in einem Totentanz. Die Walder gewinnen rascher ihre Kraft, die Verjungung, wieder.Die Menschen haben mit ihren Stadten voll zu tun... und das dauert."
Er schlummerte als der Zug auf den Basler Bahnhof bremste. Der AngstschweiS benaSte. seine Stirne . In den verruckten Jahren sah er Feldzugbette, Kerkerpritschen, Lazarettzuge, aber niemals ein Bett im Krankenhaus

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Nota explicativa
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